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Defibrillator dreimal im Einsatz

An der ersten Jahreshauptversammlung nach dem 100-jährigen-Jubiläumsjahres blicken die Mitglieder des DRK Forbach auf die Arbeit der Organisation.

Das DRK Forbach ehrt für langjährige Mitgliedschaft Waldburga Stößer, Sascha Frödert, Marc Ruckenbrod und Oliver Gerstner.

Es war die erste Jahreshauptversammlung des Forbacher Roten Kreuzes nach dem 100-jährigen Jubiläumsjahr. Der erste Vorsitzende Frank Mayer blickte zufrieden auf das zurück liegende Jahr zurück, dass nicht nur durch das eigene Jubiläum geprägt war: „Gleich mehrere Vereine feierten in Forbach ihren runden Geburtstag. Neben den eigenen Feierlichkeiten versuchten wir mit einem Sanitätsdienst die anderen Vereine zu unterstützen.“ Die beiden Feierlichkeiten zum 100-jährigen war Thema von Schriftfrüher Klaus Merkel in seinem Bericht. Man führte einen Ehrungsabend in der Gausbacher Festhalle durch und im Sommer fand im Murggarten ein großes Fest statt. Als neue Aufgabe kam auf das DRK die Bewirtung der Seniorenweihnachtsfeier der Gemeinde in Forbach hinzu.

Einen Wechsel gab es wieder einmal in der Führungsriege der Bereitschaft. Nachdem sich im Sommer 2010 Bereitschaftsleiter Markus Krieg für ein halbes Jahr von seinem Amt beurlauben lies, trat er kurz nach Ablauf dieser Beurlaubung zurück. Bis April hatte sein Stellvertreter Jochen Gießler kommissarisch seine Aufgabe übernommen. Eine Woche vor der Jahreshauptversammlung trafen sich die Bereitschaftshelfer nun und wählten ein neues Team. Zukünftig wird Sebastian Schoch aus Kirschbaumwasen die Bereitschaft führen. Ihm zur Seite stehen als Stellvertreter Manual Walter aus Langenbrand (bisher Jugendleiter) und Jochen Gießler aus Gausbach. Die Rotkreuz-Mitglieder bestätigten diese Wahl einstimmig. Gießler berichtete von den Aktivitäten der Helfer, sie trafen sich regelmäßig zu Dienstabenden und zu einem Ganztages-Workshop. Bei den fünf angebotenen Blutspenden konnte er eine Steigerung von 29 Spenden registrieren.

83 Mal wurde die Notfallhilfe (auch Helfer-vor-Ort-Gruppe genannt) von der Leitstelle alarmiert. „Davon trafen wir 40 Mal vor dem Rettungsdienst am Notfallort ein und konnten die Patienten fachkundig erstversorgen“, so Frank Mayer, der diese Einheit leitet. Insgesamt habe man 85 Personen geholfen, sieben davon seien Kinder gewesen. „Dreimal hatten wir unseren Defibrillatoren im Einsatz. Dies zeigt deutlich, wie notwendig weiterer solcher Geräte in Forbach und den Ortsteilen sind“. Hier habe man eine Initiative gestartet und bitte um Spenden. Die Stiftung der Volksbank zeichnete das Projekt mit einem Ehrenamtspreis aus.

Die Sozialarbeit von Margot Stößer hat zwei Schwerpunkte: Die Kleiderkammer im Keller der Murghalle und die Seniorengymnastik in der Langenbrander Turnhalle. Vier Helferinnen seien für die Kleider zuständig: „Sie sortieren, waschen und geben die Spenden weiter. So haben wir etliche Bananenkartons mit Kleider für die Rotkreuz-Auslandshilfe gefüllt.“ Den Bericht von Jugendleiter Manuel Walter verlas Christoph Girrbach. Die Kinder der Jugendrotkreuz-Gruppe beschäftigten sich mit Rotkreuz-Themen. Sie besichtigten einen Rettungswagen oder durften mit der Trage einen „erkrankten Ball“ aus unwegsamen Gelände retten.

Das Haushaltsjahr schloss Kassiererin Sabine Wunsch mit einem kleinen Überschuss ab. „Dies ist das Ergebnis einer strengen Haushaltsführung“. Ihre Kasse hatte Roland Gerstner geprüft. Daneben überbrachte der Ortsvorsteher auch die Grüße der Gemeinde. Er stellte fest: „Wenn ich die Chronik mit Ihnen vergleiche, dann kommen heute ganz neue Aufgaben auf das Rote Kreuz zu. Sie nehmen sich dieser an und stellen den ehrenamtlichen Dienst am Nächsten in den Vordergrund!“ Diesen Lobesworten schloss sich Annette Prinz und Hans-Joachim Brüssow vom DRK-Kreisverband an.

Seit zehn Jahren engagieren sich Waldburga Stößer, Sascha Frödert und Marc Ruckenbrod im DRK Forbach. Der heutige zweite Vorsitzende Oliver Gerstner ist seit 25 Jahren beim Roten Kreuz. In dieser Zeit hatte er verschiedenste Aufgaben inne, als Vorstandsmitglied, in der Bereitschaft oder im Katastrophenschutz des Landkreises. 

Von Kai Mungenast, BNN

16. April 2011 15:43 Uhr. Alter: 7 Jahre