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Margot Stößer ist neues Ehrenmitglied

Bei der Jahreshauptversammlung des DRK Forbach kam eines immer wieder ganz deutlich zur Sprache: die Dankbarkeit für die Unterstützung und den Rückhalt bei Gemeinde und Bevölkerung.

Foto: Katharina Vogt (BT)

Besonders nach dem Sturmschaden am Einsatzfahrzeug hatten über 200 Einzelspender mit kleinen und auch großen Beträgen geholfen, die schnelle Einsatzgruppe vor Ort wieder mit einem Fahrzeug adäquat auszurüsten.

Seit 2004 gibt es diese damals im Landkreis einmalige Einrichtung. Am vergangenen Freitag wurden sie zum 1523. Einsatz gerufen. Vier ehrenamtliche Helfer wurden in Forbach ausgebildet. Sie teilen sich die 24-Stunden-Bereitschaft an sieben Tagen die Woche. 2018 wurden sie zu insgesamt 200 Einsätzen alarmiert und konnten im Durchschnitt 12 Minuten vor Notarzt, Rettungswagen oder Hubschrauber vor Ort sein, wie Vorstand Frank Mayer berichtete. Minuten, die im Ernstfall lebensrettend sein können. Der Ortsteil Hundsbach wird über extra qualifizierte Feuerwehrkameraden abgedeckt – dieses Modell findet bereits erfolgreiche Nachahmer im Kreis.

2019 startete ein neues Projekt: die „Notfalldose“ und auch diese Idee stößt im gesamten DRK- Kreisverband auf offene Ohren, wie Geschäftsführer Stefan Leiber-Pfeffinger berichtete. In einer kleinen „Dose“ werden alle für Patienten wichtigen Dokumente und Informationen zusammengefasst. Z.B. Medikamentenplan, Ansprechpartner sind enthalten, so dass die Dose im Notfall auf einen Griff die wichtigsten Daten liefert. Sebastian Schoch, Bereitschaftsleiter, zählte einige Bereitschaftseinsätzen auf Gemeindegebiet und auch weiteren im Rahmen der Schnelleinsatzgruppe im Kreisgebiet auf.

Außerdem standen im Berichtsjahr kreisweit (und in Baiersbronn) 20 Sanitätswachdienste im Kalender. 3 Blutspende-Aktionen und 2 Altkleidersammlungen in Forbach rundeten das Jahresprogramm ab. Margot Stößer berichtete von der Arbeit des Sozialdienstes: Vier Helferinnen betreuen die Altkleiderkammer in der Murghalle, benötigt werde derzeit vor allem moderne Kleidung für Erwachsene. In den rund 400 Arbeitsstunden wurden auch Spenden für die Auslandshilfe in Ungarn gesammelt und verpackt. Zusätzlich betreut Margot Stößer auch die Seniorengymnastik des DRK, das in Langenbrand wöchentlich stattfindet und derzeit vor allem den Schwerpunkt Sturzprophylaxe hat.

Kassiererin Sabin Wunsch legte Rechenschaft ab über ein turbulentes Jahr, das aber dank der vielen Spenden die Kasse nicht geschädigt hat. Ihre Arbeit brachte ihr viel Lob von den Kassenprüfern ein.

Bürgermeisterin Katrin Buhrke dankte im Namen der Gemeinde für das hohe Maß an ehrenamtlichem Engagement, das das DRK Forbach auf vielfältige Weise unter Beweis stelle. Sie freue sich sehr über die Anteilnahme und Spendenbereitschaft in der Bevölkerung, da das ein großes Zeichen der Wertschätzung für die Arbeit aller Helfer des DRKs sei.

Sehr emotional war die Ernennung von Margot Stößer zum Ehrenmitglied. Seit über 50 Jahren bringt sich die ehemalige Krankenschwester mit außergewöhnlichem Engagement in vielen Bereichen des DRK-Ortsvereins ein: „Für mich ist das normal, dass man einfach hilft, wenn man was helfen kann“, dankte Margot Stößer bescheiden für die lobenden Worte von Vorstand Frank Mayer.

Für 35 Dienstjahre und ein hohes Maß an Einsatz für die Allgemeinheit und den Ortsverein zeichnete Stefan Leiber-Pfeffinger (Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes) Harry Gerstner und Frank Mayer aus. Bürgermeisterin Katrin Buhrke hatte gleich zwei goldene Verdienstmedaillen der Gemeinde Forbach dabei: für Oliver Gerstner, eine der „tragenden Säulen der Ehrenamtlichen im DRK Forbach“ und für „das Gesicht des DRK-Forbach: Frank Mayer.“ Seit über 30 Jahren haben beide verschiedene Vorstandsämter inne und tragen so besonders zur erfolgreichen Arbeit vor Ort bei.

21. Juni 2019 12:14 Uhr. Alter: 168 Tage